Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

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  1. Januar 1946: Der Internationale Suchdienst zieht nach Arolsen
    Der Internationale Suchdienst (englisch: International Tracing Services) zieht von Frankfurt am Main nach Arolsen um und findet dort seinen dauerhaften Standort. Grund für die Wahl Arolsens dürfte einerseits die zentrale Lage in Bezug auf die vier alliierten Besatzungszonen, andererseits der geringe Zerstörungsgrad der Stadt und ihrer Infrastruktur sein. ... »Details
  2. 2. Januar 1946: Lizenz für die erste Ausgabe der Wetzlarer Neuen Zeitung
    Mit Genehmigung der amerikanischen Besatzungsbehörden erscheint seit dem 2. Januar die Wetzlarer Neue Zeitung als erste Tageszeitung in Stadt und Umland.(OV) ... »Details
  3. 3. Januar 1946: Karl Maria „Weisthor“ Wiligut, der „Rasputin“ Himmlers, stirbt in Arolsen
    Karl Maria „Weisthor“ Wiligut (geb. 1866), ehemaliger SS-Brigadeführer im Persönlichen Stab des Reichsführers-SS, und als persönlicher „Berater“ Heinrich Himmlers in „weltanschaulichen“ Fragen bekannt als dessen „Rasputin“, stirbt am 3. Januar 1946 im Alter von 79 Jahren in Arolsen.(KU) ... »Details
  4. 4. Januar 1946: Kurt Schumacher protestiert in Kassel gegen Zwangsvereinigung mit der KPD
    Der Sozialdemokrat Kurt Schumacher (1895–1952), politischer Beauftragter der SPD für die Westzonen, spricht sich in Kassel erneut gegen die Zusammenlegung von SPD und KPD aus.  ... »Details
  5. 8. Januar 1946: Erste Ausgabe der „Gießener Freien Presse“
    In Gießen erscheint als Lizenzzeitung die erste Ausgabe der „Gießener Freien Presse“. Herausgeber sind Adolf Weller und Julius Hahn, letzterer ist auch Eigentümer des die Zeitung veröffentlichenden Verlagshauses „Julius Hahn & Co. KG“. Gedruckt wird die Erstausgabe des Blattes bei A. Klein in der Gießener Südanlage. Sie enthält auf Seite 2 einen Beitrag des bekannten deutschen ... »Details
  6. 8. Januar 1946: Übergabe des beschlagnahmten Linienschiffs „SMS Hessen“ an die Sowjetunion
    Das am 18. September 1903 vom Stapel gelaufene und im Mai 1905 in Dienst gestellte Linienschiff „SMS Hessen“ der Braunschweig-Klasse der deutschen Kaiserlichen Marine wird den russischen Seestreitkräften übergeben. Anschließend wird das Schiff in die lettische Hafenstadt Liepāja (deutsch: Libau) gebracht und von der russischen Marine unter dem Namen „Tsel“ erneut in Dienst gestellt. ... »Details
  7. 14. Januar 1946: Einrichtung des Hessischen Statistischen Landesamts in Wiesbaden
    Nachdem die Besatzungsmacht am 11. Dezember des vorangegangenen Jahres den Ministerpräsidenten von Groß-Hessen angewiesen hat, unverzüglich ein statistisches Amt für das am 19. September 1945 neu gegründete Land zu schaffen, erfolgt mit der Organisationsanweisung Nr. 15 der amerikanischen Militärregierung und einem entsprechenden Kabinettsbeschluss der Landesregierung am heutigen Tag die ... »Details
  8. 19. Januar 1946: Vorstandswahlen des Jüdischen Hilfskomitees für den Stadt- und Landkreis Marburg
    In Marburg haben überlebende Juden ein Jüdisches Hilfskomitee für den Stadt- und Landkreis Marburg gebildet. Bei den Wahlen zum Vorstand wird Oscar Berger, der Redakteur der in Marburg erscheinenden Jüdischen Rundschau, zum Vorsitzenden, Jacob Perlmutter zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Israel I. Blumenfeld wird Referent für Kultur- und Erziehungsangelegenheiten, David Ojrzynski ... »Details
  9. 20. Januar 1946: Erste Kommunalwahl in Hessen nach dem Zweiten Weltkrieg
    Die neu gebildeten politischen Parteien kandidieren zu den ersten Kommunalwahlen in Hessen nach dem Krieg. ... »Details
  10. 26. Januar 1946: Besuch des Ministerpräsidenten Karl Geiler in Thüringen
    In Weimar findet ein Treffen zwischen dem hessischen Ministerpräsidenten Karl Geiler (1878–1953) und dem thüringischen Ministerpräsidenten Rudolf Paul (1893–1978) statt. Es ist das erste Mal, dass ein Landesregierungschef in ein Land einer anderen Besatzungszone reist. Bei der Wiederaufnahme der traditionell engen Beziehungen zwischen beiden Ländern steht die Intensivierung der ... »Details
  11. Februar 1946: Erscheinen der Jüdischen Rundschau in Marburg
    In Marburg erscheint die illustrierte Zeitschrift „Jüdische Rundschau“ mit dem englischen Titel „The Jewish Review by and for liberated Jews in Germany“ (Die Jüdische Rundschau von und für befreite Juden in Deutschland). Herausgeber der Zeitschrift, die jüdisch-zionistische Positionen vertritt, ist Oscar Berger in Marburg (Frankfurter Straße 42).|In dem vom Schriftleiter Israel I. ... »Details
  12. Februar 1946: Erste Ausstellung von Kunstwerken des Central Art Collecting Point Wiesbaden
    In Wiesbaden wird die erste Ausstellung von Kunstwerken eröffnet, die von den Nationalsozialisten geraubt oder versteckt und von den alliierten Truppen in Bergwerken oder anderen Verstecken aufgespürt wurden. In Hessen werden sie in drei Lagern in Wiesbaden, Offenbach am Main und Marburg zusammengeführt, den „Central Art Collecting Points“. ... »Details
  13. 1. Februar 1946: Zahl der Gewerkschaften und ihrer Mitglieder in der amerikanischen Zone
    Nach einer Meldung der Presseagentur DANA (Deutsche Allgemeine Nachrichtenagentur) vom 10. April 1946 werden zum 1. Februar 1946 in der amerikanischen Besatzungszone 201 Gewerkschaften gezählt, die zusammen mehr als 453.000 Mitglieder haben. Damit sind fast zehn Prozent der Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert.(OV) ... »Details
  14. 3. Februar 1946: Einweihung eines neuen Synagogenraums in Marburg
    In Marburg wird durch die 3. US-Infanterie-Division und die Jewish Community in Marburg ein neuer Synagogenraum in der Landgraf-Philipp-Straße 2 eingeweiht. Im Gebäude werden zur gleichen Zeit Klubräume und ein Übernachtungsheim für durchreisende Juden eröffnet. Vom Kultur- und Erziehungsreferat des Jüdischen Hilfskomitees werden Fachkurse für Englisch und Hebräisch eingerichtet.(OV) ... »Details
  15. 4. Februar 1946: Eintreffen erster Flüchtlings- und Vertriebenen-Transporte
    Erste Transporte mit Flüchtlingen und Vertriebenen aus der Tschechoslowakei erreichen Hessen. Zu ihrer Eingliederung in die Gesellschaft werden am 2. Juni 1946 erste Leitsätze erlassen. Im September 1950 beläuft sich die Zahl der in Hessen lebenden Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten ausweislich einer Volkszählung auf ca. 720.000 Menschen. (OV) ... »Details
  16. 9. Februar 1946: SPD-Forderung nach Umbildung der Landesregierung löst Regierungskrise aus
    In einer Erklärung fordert die SPD, die mit einem Stimmenanteil von 44,5 % als stärkste Partei aus den ersten Kommunalwahlen hervorgegangen ist, eine Umbildung der hessischen Landesregierung und erhebt Anspruch auf das Amt des Ministerpräsidenten. Zu diesem Zweck zieht sie ihre Minister aus der Regierung zurück, erklärt sich aber bereit, in Gespräche zur Neubildung einer Regierung ... »Details
  17. 13. Februar 1946: Referent für Flüchtlingsfürsorge der Landesregierung zieht erste positive Bilanz zur Lenkung der Groß-Hessen erreichenden Flüchtlingsströme
    Der im Oktober 1945 zum Referent für Flüchtlingsfürsorge ernannte Regierungsrat und spätere Staatskommissar für das Flüchtlingswesen Walter Mann1=Walter Mann fungiert zugleich als Vertreter Groß-Hessens im Flüchtlingsausschuss des Länderrates. zieht in einem Bericht an den amtierenden Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr der provisorischen Landesregierung, Rudolf Mueller ... »Details
  18. 15. Februar 1946: Militärregierung ordnet Entlassung des Kultusministers an
    Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953) wird eine Anordnung der US-Militärregierung verlesen, die ihn anweist, den parteilosen Kultusminister Prof. Dr. Franz Böhm (1895–1977) zu entlassen. Hintergrund ist, dass die zuständige Erziehungsabteilung der US-Landesmilitärregierung den Juristen Böhm für ungeeignet erachtet, eine auf Demokratisierung ausgerichtete Schulpolitik einzuleiten. ... »Details
  19. 19. Februar 1946: Hessischer Ministerrat beschließt Verlegung des Regierungssitzes nach Frankfurt
    Nach einer Meldung der französischen Presseagentur AFP hat der groß-hessische Ministerrat die Verlegung des Sitzes der Landesregierung von Wiesbaden nach Frankfurt am Main beschlossen.(OV) ... »Details
  20. 26. Februar 1946: Beratender Landesausschuss nimmt die Arbeit auf
    Der von Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953) auf Grundlage von Art. 9 Abs. 2 des Staatsgrundgesetzes für Groß-Hessen berufene Beratende Landesausschuss nimmt mit einem Festakt im Großen Haus des Deutschen Theaters in Wiesbaden seine Arbeit auf. Ihm gehören je zwölf berufene Mitglieder von CDU, KPD, LDP und SPD an, darunter fünf Frauen. Den Vorsitz im Ausschuss führen ... »Details
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde