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Vorfälle beim Besuch des preußischen Kultusministers in Marburg, 14. Januar 1930

Beim einem Besuch des parteilosen preußischen Kultusministers Carl Heinrich Becker (1876–1933) in der Universitätsstadt Marburg demonstrieren Studenten mit Pfui- und Nieder-Rufen. Der Minister, der anlässlich der Übergabe einer neuen Universitätssatzung für die Philippina angereist ist, spricht von Entartungen des akademischen Lebens. Auslöser für die Proteste ist neben der Ankündigung einer strengeren Überwachung der Finanzen der Studentenschaften vor allem Beckers Forderung nach einer Zusammenarbeit der Deutschen Studentenschaft (DSt) mit allen auslandsdeutschen Studentengruppierungen – einschließlich jüdischer und republikanisch orientierter Zusammenschlüsse. Die im Rahmen einer Neuordnung der DSt vorgebrachte Forderung wird in Marburg von den völkisch orientierten Verbindungsstudenten Seite an Seite mit den Protagonisten des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) bekämpft.
(OV/KU)

Belege
Weiterführende Informationen
Hebis-Schlagwort
Universität Marburg ; Studentenverbindung ; Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund ; Geschichte 1918-1933
Empfohlene Zitierweise
„Vorfälle beim Besuch des preußischen Kultusministers in Marburg, 14. Januar 1930“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/668> (Stand: 26.11.2022)
Ereignisse im Dezember 1929 | Januar 1930 | Februar 1930
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