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Wiesbadener Landesparteitag der CDU, 4. April 1954

In Wiesbaden hält die hessische CDU ihren Landesparteitag ab. Dort beschließt sie nach kurzer, intensiver Debatte ihr Wahlbündnis mit der FDP zu erneuern, sofern keine Änderung des Wahlgesetzes für diese Wahl greifen werde. Sollte es zu einer solchen Änderung komme, werde die Union allein in den Wahlkampf ziehen. Zudem stellt sich die Partei hinter die in Camberg getroffene politische Ausrichtungen, wie der Landesvorsitzende Dr. Wilhelm Fay (1911–1980) betont. Grundlage für Staat und Kultur sei das Christentum, was eine gewisse Distanz zur FDP schaffe. Auch aus der Bundesunion erhält die hessische CDU Unterstützung für diesen Kurs. Sowohl Bundesminister Heinrich von Brentano (1904–1964) als auch Bundesminister Dr. Robert Tillmanns (1896–1955) verweisen auf die Schnittmengen mit der FDP, über die man aber nicht die konfessionelle Ausrichtung der Union vergessen dürfe. Auf dem Feld der Schulpolitik sieht sich die Partei als Gegenpol der Liberalen, da eine Selbstentfaltung immer zielgerichtet sein müsse und nicht als Eingenläufer zu verstehen ist. Wie Dr. Fay später der Presse erläutert, muss im Bereich der Schulpolitik der religiöse Aspekt wieder verstärkt werden, was durch christliche Elemente in Schulbüchern oder auch das Anbringen von Kruzifixen in Klassenzimmer geschehen könne. Ebenso soll in der Lehrerausbildung religiöse Motive verstärkt werden.

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Wiesbadener Landesparteitag der CDU, 4. April 1954“, in: Zeitgeschichte in Hessen <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/5108> (Stand: 4.4.2017)
Ereignisse im März 1954 | April 1954 | Mai 1954
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