Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

Die Fregatte Hessen (F 221) der Deutschen Marine wird in Wilhelmshaven in Dienst gestellt., 21. April 2006

Die zwischen 2001 und 2005 von der Schiffswerft Nordseewerke Emden (NSWE) gebaute Fregatte Hessen (Kennung "F 221") wird von der Deutschen Marine in Wilhelmshaven offiziell in Dienst gestellt. Die Hessen (F 221) ist das dritte und letzte gebaute Schiff der zweiten Sachsen-Klasse (Bundeswehr-interne Bezeichnung F 124) und zugleich das dritte Schiff, das von deutschen Seestreitkräften im 20. Jahrhundert unter dem Namen Hessen betrieben wird.

Technische Daten und Antrieb

Die Hessen, am 14. September 2001 auf Kiel gelegt und am 26. Juli 2003 vom Stapel gelaufen besitzt eine Länge von 143 Metern, eine Breite von 17,44 Metern und eine Wasserverdrängung von 5.690 Tonnen. Ihr Tiefgang beträgt maximal 5,0 Meter. Als Antrieb dient dem Schiff eine Kombination aus zwei 20-Zylinder-Dieselmotoren des Herstellers Motoren- und Turbinen-Union Friedrichshafen GmbH (MTU) und einer Gasturbine vom Typ General Electric LM2500 mit 23.500 kW Leistung. Einschließlich der je 7.400 kW leistenden Diesel steht der Fregatte eine Gesamtleistung von 38.000 kW (51.600 shp) zur Verfügung, die eine Geschwindigkeit bis zu 29 Knoten ermöglichen. Die Kraftübertragung erfolgt dabei über zwei Wellen mit Fünfblatt-Verstellpropeller.

Aufgabenspektrum

Hauptaufgaben des als Mehrzweckfregatte konzipierten Kriegsschiffs sind die Verbandsführung und Verbandsflugababwehr. Zur Erfüllung dieser Aufgaben sind die Schiffe der Sachsen-Klasse mit einem optimierten System von elektronischen Sensoren (Radar, Sonar, ECM, Optoelektronik) und Waffen ausgerüstet.

Einsatz im Libanon 2008

Die Fregatte befindet sich 2008 als Teil eines multinationalen Marineverbands am Einsatz United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL, deutsch: Interimstruppe der Vereinten Nationen in Libanon) vor der libanesischen Küste im Einsatz.1 Ihre Hauptaufgabe dabei ist es, im Rahmen der "Sicherung der libanesischen Hoheitsgewässer" den Waffenschmuggel in den Libanon zu verhindern und die libanesische Marine auszubilden

Zu Besuch im Hessischen Landtag

16 Besatzungsmitglieder der Hessen statten am 25. August 2011 unter Führung von Korvettenkapitän Udo Thelen (Schiffselektronikoffizier an Bord der Fregatte F 221) im Rahmen eines dreitägigen Aufenthalts in Hessen dem Hessischen Landtag einen Besuch ab.
(KU)


  1. Grundlage des Einsatzes ist ein Antrag der Bundesregierung auf <i>Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte im Rahmen der "United Nations Interim Force in Lebanon" (UNIFIL) auf Grundlage der Resolutionen 1701 (2006) und 1773 (2007) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen vom 11. August 2006 bzw. 24. August 2007</i> vom 28. 08. 2007 (Deutscher Bundestag, 16. Wahlperiode, Drucksache 16/6278) der am 12. September 2007 mit 441 gegen 126 Stimmen die Zustimmung des Bundestages findet. Vgl. AG Friedensforschung - Veranstalter des Friedenspolitischen Ratschlags: UNIFIL-Bundesmarine - "Der Einsatz wird fortgesetzt": Bundestag stimmt der Verlängerung des Bundeswehreinsatzes vor den Küsten Libanons zu - Antrag der Bundesregierung und eine Gegenrede von Norman Paech aus der Plenardebatte im Wortlaut (Stand: 4.7.2012).
Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Die Fregatte Hessen (F 221) der Deutschen Marine wird in Wilhelmshaven in Dienst gestellt., 21. April 2006“, in: Zeitgeschichte in Hessen <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/4573> (Stand: 21.4.2017)
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Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde