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Hessische Biografie

Portrait

Karl Wilhelm Jerusalem
(1747–1772)

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GND-Nummer

118776150

Jerusalem, Karl Wilhelm [ID = 7318]

* 21.3.1747 Wolfenbüttel, † 29./30.10.1772 Wetzlar, evangelisch
Jurist, Schriftsteller, Philosoph
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1760-1765 Collegium Carolinum in Braunschweig
  • 1765 stud. jur. in Leipzig, Freundschaft mit Johann Joachim Eschenburg, Bekanntschaft mit Goethe
  • 1767-1769 stud. Leipzig
  • Mai 1770 Assessor an der Justizkanzlei in Wolfenbüttel, Umgang mit Lessing
  • September 1771 Legationssekretär des Braunschweig. Gesandten bei der Visitationsbehörde des RKG in Wetzlar Johann Jakob von Höfler, der ihn allerdings demütigte
  • Mitglied der von A. S. von Goué in Wetzlar gegründeten "Rittertafel"
  • unerwiderte schwärmerische Neigung für Elisabeth Herd, geb. Egell, Ehefrau des kurpfälzischen Legationssekretärs Philipp Herd
  • erschoß sich in Wetzlar wegen beruflicher Mißhelligkeiten, mangelnder gesellschaftlicher Anerkennung und Liebeskummer am 29.10.1772

Werke:

  • Philosophische Aufsätze, hrsg. von Lessing, 1776.
Familie

Vater:

Jerusalem, Johann Friedrich Wilhelm, 1709-1789, Theologe

Mutter:

Pfeiffer, Maria Christiane, 1709-1778

Nachweise

Literatur:

  • ADB 13, 1881, S. 783-785 (Jacob Minor);
  • NDB 10, 1974, S. 416-418 (Albert Elschenbroich);
  • Renkhoff, Nassauische Biographie 2. Aufl., 1992, Nr. 2035;
  • Rosa Kaulitz-Niedeck, Das Urbild von Goethes Werther, v. Münchow'sche Hof- und Universitätsdruckerei Gießen 1908;
  • Roger Paulin, Der Fall Wilhelm Jerusalem, Wallstein Verlag, Göttingen 1999.
Zitierweise
„Jerusalem, Karl Wilhelm“, in: Hessische Biografie <http://www.lagis-hessen.de/pnd/118776150> (Stand: 10.2.2011)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde