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Wahlen zum Hessischen Landtag, 6. November 1966

Bei den Landtagswahlen erreicht die SPD mit 51 % wieder die absolute Mehrheit der Stimmen. Die CDU verliert 2,4 % und kommt auf 26,4 % der Stimmen, die FDP verliert leicht und erhält 10,4 % der Stimmen, während der Gesamtdeutsche Block/BHE nur noch 4,3 % (1962 6,3 %) verbuchen kann und damit unter der 5 %-Grenze bleibt, so dass er in Zukunft nicht mehr im Hessischen Landtag vertreten ist. Für Aufsehen sorgt der starke Stimmengewinn der NPD, für die in Hessen 224.534 Stimmen abgegeben werden. Aufgrund des Stimmenanteils von 7,9 % stellen die rechtsradikalen Nationaldemokraten damit im neuen Landtag acht Abgeordnete. Bei der Bundestagswahl gut ein Jahr vor der Landtagswahl hatte die NPD in Hessen nur 2,5 % der Stimmen erreicht.

Vor allem dieses Abschneiden der NPD in Hessen wird im In- und Ausland mit Sorge vor einem neuen Rechtsradikalismus zur Kenntnis genommen. Kommentatoren sehen darin eine Protestwahl gegen die Vorgänge in Bonn um das Ende der CDU-FDP Regierung.
(OV)

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Wahlen zum Hessischen Landtag, 6. November 1966“, in: Zeitgeschichte in Hessen <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/198-066> (Stand: 14.10.2016)
Ereignisse im Oktober 1966 | November 1966 | Dezember 1966
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