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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 77. Rasdorf

Mansbach

Ortsteil · 310 m über NN
Gemeinde Hohenroda, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

16 km nordöstlich von Hünfeld

Lage und Verkehrslage:

Dicht an der alten hessisch-thüringischen Grenze in den Ausläufern der Vorderrhön

Ersterwähnung:

1238

Historische Namensformen:

  • Eisfeld
  • Mannsbach [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3564650, 5628026
UTM: 32 U 564550 5626214
WGS84: 50.78408232° N, 9.915678253° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

632010030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (ha): 1242, davon 263 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1939: 841 Einwohner
  • 1950: 1119
  • 1956: 1171
  • 1961: 1189
  • 1970: 1545

Diagramme:

Mansbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1789: reichsritterschaftliche Herrschaft Mansbach
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, reichsritterschaftliches Gericht Mansbach
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Landkreis Hünfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Landkreis Hünfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
  • 1971: Landkreis Hersfeld
  • 1972: Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis:

Hünfeld

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1970 wurde im Zuge der hessischen Gebietsreform die Gemeinde Soislieden nach Mansbach eingegliedert, gefolgt von der Gemeinde Oberbreitzbach am 1.7.1970. Am 1.2.1971 wurden die ehemaligen Gemeinden dann zu Ortsteilen der neu gebildeten Gemeinde Hohenroda.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Kloster Fulda
  • Adlige von Mansbach
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1364 und 1459: Schlosskapelle

Patrozinien:

  • Maria (1364 und 1459; Altar)

Pfarrzugehörigkeit:

1364 Filiale von Pferdsdorf. Der Vikar hatte persönlich zu residieren und täglich zu zelebrieren. Er übte wohl einen Teil der pfarrlichen Seelsorge aus.

Patronat:

Freiherrn von Mansbach, Freiherrn von Geyso

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich um 1530.

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Johannes Ulrich bis 1618

1628 scheitert der Versuch, das katholische Bekenntnis einzuführen.

Seit 1818 unierte Pfarrei.

Juden:

Provinzial-Rabbinat Fulda

Statistik: 1835: 204; 1861: 199; 1905: 92; 1932/33: 40 Juden; nach 1933 ziehen viele Juden nach Fulda oder wandern aus.

Schutzjuden der Familie von Mansbach; besondere Abgaben müssen entrichtet werden, u.a. noch 1922(!) eine Gans

gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzt verstärkter Wegzug der Juden in der Gemeinde ein.

Synagoge: Haus Nr. 59 (Haupstraße), nach 1945 erhalten, es wird in den 1960er Jahren von einer Schneiderei genutzt.

zwischen ca. 1850 und 1900 eigene Elementarschule im Ort; mangels Kindern wird sie geschlossen

Berufe: Viehhändler und Makler; auch Bäckerei

Friedhof: Eigentum der Gemeinde Mansbach. Er wurde 1870 angelegt. (alemannia-judaica)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Mansbach, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3341> (Stand: 8.11.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde