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Erlass des preußischen Kultusministers zum Züchtigungsrecht der Lehrer, 19. Januar 1900

Der preußische Kultusminister Heinrich Konrad von Studt (1838–1921) gibt einen Erlass an die Regierungen der Provinzen über das Züchtigungsrecht der Lehrer heraus, wodurch frühere Erlasse vom 1. Mai 1899 und vom 27. Juli 1899 ungültig werden. Beim Züchtigungsrecht der Lehrer bleibt es damit bei den gesetzlichen Bestimmungen und den Erlassen vom 3. April und 22. Oktober 1888. Der Minister fügt ausdrücklich hinzu, er erwarte eine maßvolle, die gesetzlichen Grenzen streng achtende Handhabung des nur für Ausnahmefälle bestimmten Züchtigungsrechts der Lehrer und die Vermeidung jeglichen Mißbrauchs.

Der preussische Ministerialerlass vom 1. Mai 1899 versuchte die körperliche Züchtigung von Schülern weiter einzuschränken und an bestimmte Voraussetzungen zu binden. Der Erlass wurde kurze Zeit später durch eine Verfügung vom 27. Juli 1899 ergänzt, die sittlich-erzieherische und rechtliche Gesichtspunkten für die Anwendung und das Maß von Schulstrafen erläutert.
(OV/KU)

Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Erlass des preußischen Kultusministers zum Züchtigungsrecht der Lehrer, 19. Januar 1900“, in: Zeitgeschichte in Hessen <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/3007> (Stand: 16.8.2017)
Ereignisse im Dezember 1899 | Januar 1900 | März 1900
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